Lesung mit Stefanie Schüler-Springorum zu ihrem Sachbuch „Unerwünscht. Die westdeutsche Demokratie und die Verfolgten des NS-Regimes“
Donnerstag, 15. Mai 2025, 20 Uhr
Eintritt: 7 €
Ort: Buchladen in der Osterstraße, Osterstraße 171, 20255 Hamburg
Moderation: Torsten Meinicke
In ihrem Buch erzählt die Historikerin Stefanie Schüler-Springorum, wie es jüdischen Überlebenden, Sinti und Roma und anderen Verfolgten nach dem Zweiten Weltkrieg in Westdeutschland erging. Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung hörten nach 1945 nicht auf. Überlebende wurden privat wie öffentlich angefeindet und ihr Leiden wurde, wenn überhaupt, nur auf Druck der Alliierten anerkannt und entschädigt. Die Erzählung von der „geglückten Demokratie“ in Westdeutschland gilt also keineswegs für alle. Stefanie Schüler Springorums neues Buch „Unerwünscht“ leistet einen wichtigen Beitrag zu den Debatten, die wir heute über Demokratie und Erinnerungskultur führen.
Stefanie Schüler-Springorum ist seit 2011 Direktorin des Zentrums für Antisemitismusforschung in Berlin und leitete zuvor von 2001 bis 2011 das Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Hamburger Aktionswochen zum 80. Jahrestag der Befreiung und dem Eimsbüttler Monat des Gedenkens 2025
Foto: (c) Monika Keiler
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Lesung mit Eva Strasser aus ihrem Roman „Wildhof“
Freitag, 20. Juni 2025, 20 Uhr
Eintritt: 10 €
Ort: Buchladen in der Osterstraße, Osterstraße 171, 20255 Hamburg
Lina kehrt mit 30, nachdem ihre Eltern bei einem Unfall gestorben sind, in ihren Heimatort Wildhof zurück. Jetzt muss sie die Beerdigung organisieren und das Haus aufräumen, um es zu verkaufen. Alles hier erinnert sie an früher und an ihre Zwillingsschwester Luise, die als Kind verschwunden ist und von der noch immer jede Spur fehlt. Wie mit dem Ganzen umgehen? Und mit der Wut, die Lina immer wieder überfällt? Sie knurrt und bellt, schlägt und tritt. Doch anstatt sich endgültig in diesem Wahnsinn zu verlieren, stellt sie sich der Vergangenheit. Schließlich gelingt es ihr sogar – so viel sei verraten – das Rätsel vom Verbleib ihrer Schwester zu lösen. Wunderschön erzählt „Wildhof“ vom Überwuchern und Freilegen, Verzweifeln und Bewältigen. Ein Buch, das immer wieder bekannte Formeln unterläuft, um Trost im Neuen zu finden.
Eva Strasser, aufgewachsen im Schwarzwald, studierte Philosophie sowie Theater-, Film- und Medienwissenschaften an der Universität Wien und an der Freien Universität Berlin, anschließend Drehbuch an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Sie schreibt neben Drehbüchern auch Musicals, Hörspiele und Prosa. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und Hund in Berlin.
Eine Veranstaltung im Rahmen des ersten Nature Writing Festivals Hamburg 2025, in Kooperation mit dem KJM Verlag
Foto: (c) Heike Schäfer