Lesefutter – unsere Buchempfehlungen • Buchladen Osterstraße - lesen fängt links an • Hamburg • Eimsbüttel

Lesefutter

Geschenkbuch

Eduard Mörike und Hannes Binder, Um Mitternacht

Bajazzo 2009, 40 Seiten

„Oh diese Nacht! Es ist kaum so viel Dunkel in ihr wie in einem Elfenarsche.“ Dieses Zitat Eduard Mörikes faszinierte den Schweizer Illustrator Hannes Binder und er wählte auf die Frage nach seinem Lieblingsgedicht „Um Mitternacht“ von Mörike aus. Wenn Binder ein Gedicht aus dem 19. Jahrhundert in Bilder umsetzt, verwendet er zeitgenössische Motive: ein Containerschiff, eine Stadtautobahn, ein Fußballfeld in einer Wohnsiedlung. Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur kürte „Um Mitternacht“ im Oktober zum Buch des Monats, aber es ist auf jeden Fall auch ein wunderbares Geschenk für Erwachsene, die sich an außergewöhnlichen Illustrationen erfreuen können.

Geschenkbuch

Andreas Altmann, Reise durch einen einsamen Kontinent.

Unterwegs in Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Chile

Rowohlt 2008, 270 Seiten

„Ich will reisen (und schreiben) wie einer, der sich auf Zumutungen einstellt. Wie einer, der ein Land nicht als Solarium begreift, sondern als Territorium, dessen Einwohner ihm etwas beibringen. Über sich, über ihn, über den Stand der Dinge.“ Dieses Zitat aus dem Vorwort von Andreas Altmann zu seinem neuen Werk ist programmatisch für das Buch. Kein Reiseführer, keine Einschätzungen über Hotels und Restaurants begegnen uns hier, sondern viele Begegnungen mit Menschen, die der Autor während seiner viermonatigen Reise in Südamerika hatte. Er spricht mit einer Bettlerin in Bogotá, die seit 13 Jahren vor einer Kirche sitzt, besucht Märkte in Ecuador, auf denen wundersame Pillen und Salben gegen fast alle Wehwehchen und Gebrechen verkauft werden. In Peru ist er Zuschauer bei einem lokalen Radrennen mit 19 Fahrern und fast einem Massensturz und in Bolivien besucht er La Higuera, das kleine Dorf, in dem Che Guevara getötet wurde. Die vielen kleinen Geschichten und Kurzreportagen fügen sich zu einem unterhaltsamen, aber oft auch nachdenklichem Buch über den südamerikanischen Kontinent.

Geschenkbuch

Hafenbuch Hamburg

Junius 2008, 176 Seiten

Ein Container fürs Bücherregal: Das neue Hamburg-Buch aus dem Hause Junius kommt maßstabgetreu im Containerformat daher. Ein TEU ist die Maßeinheit eines 20-Fuß-Standard-Containers. Diese und viele weitere spannende Informationen über das schönste Stück Hamburg enthält der ansprechend gestaltete Fotoband, für den Michael Martin die Texte verfasst hat. Für die wunderbaren Fotografien zeichnet sich das bewährte Team Nicole Keller/Oliver Schumacher verantwortlich, vielen bekannt durch das Buch „Täglich Hamburg“. Von einer sehr schweren Sturmflut spricht man übrigens ab 5,50 Meter über Normalnull.

Geschenkbuch

Reinhard Kleist, Havanna.

Eine kubanische Reise

Carlsen 2008, 80 Seiten

„Warum ausgerechnet Kuba?“, fragten Freunde den Zeichner Reinhard Kleist, als dieser beschloss, das „letzte Bollwerk des Sozialismus“ in der Karibik zu bereisen. Kleist, bekannt u. a. für seine vielfach prämierte Graphic Novel „Cash. I see a darkness“ über den Sänger Johnny Cash, fuhr im Frühjahr 2008 los und führte fortan ein gemaltes Tagebuch. Entstanden sind so wunderschöne (meist) farbige Zeichnungen von Havannas Altstadt, ihren Bewohnern, Autos und Alltagsproblemen. Kleist traf auf Kuba Musiker, Dissidenten, Bauern und Ausreisewillige. Er fragte nach, schaute genau hin und – vor allem – er zeichnete auf. Entstanden sind so Bilder eines Landes, das bei allen Widersprüchen vor allem eines ist: spannend!

Geschenkbuch

Die Schlumper, Gli Schlumper in Italia

Alsterdorf Verlag 2008, 158 Seiten

Seit über 25 Jahren gibt es die Ateliergemeinschaft „Die Schlumper“. Die Künstlerinnen und Künstler mit Behinderungen sind nicht nur in ihrer Heimatstadt Hamburg bekannt. Ihre Bilder wurden in verschiedenen Städten im In- und Ausland ausgestellt. Im Jahr 2008 waren sie in Italien. Vom 15. März bis 25. Mai gab es eine große Ausstellung in San Gimignano in der Toskana, zu der auch einige der Künstler mitreisten. In dem neuen Katalog wird nicht nur auf Exponate der „Italienausstellung“ eingegangen, sondern auch auf frühere Werke. Bekanntes und Unbekanntes, Abstraktes und Gegenständliches - ergänzt durch einen spannenden zweisprachigen Textteil -  wird vorgestellt. Der Katalog regt an, mehr von diesen außergewöhnlichen Künstlern zu sehen. Eine hervorragende Möglichkeit dazu wäre das geplante Museum der Schlumper, für das noch Spenden und Sponsoren gesucht werden. Nähere Informationen gibt es auf der Internetseite www.schlumper.de.